RSB Kammerkonzert

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Streichkonzert

25. Januar 2018 | 19:30

AUSVERKAUFT

Lassen Sie dieses Konzert als Gesamtkunstwerk auf sich wirken: Der morbide Charme des alten Stummfilmkinos, die illustrierend-inspirierenden Bilder von der Leinwand hinter dem Kammerorchester und die Musik zwischen Buttergebäck und trocken Brot. Dazu ein gutes Glas Rotwein!

Puccinis Chrysanthemen zu Anfang scheinen sich charmant zu entblättern, um Strawinskys brillanten Saitenhieben Platz zu machen. Steffen Tast findet, dazu passt Georges Méliès’ Film „Reise zum Mond“ aus dem Jahre 1902. Die Kombination verspricht ein sinnliches Abenteuer: informativ, witzig, phantasievoll, amüsant.

Nach der Pause folgt eine krasse „minimal music“ von Steve Reich. Vier Violinen spielen alle das gleiche, jedoch allmählich um Sekundenbruchteile versetzt. Diese Dauerreizung hält man – bei allem Vergnügen – gerade so lange aus, wie das Stück dauert: neun Minuten.

Besser könnte den hochfliegenden Vollblutklängen von Verdis Streichquartett nicht der Boden bereitet werden.

Leitung Steffen Tast

Bodyscape

Elektroakustische Komposition
von Luca Forcucci | Cello: Ulrike Brand
transmediale + CTM Vorspiel 2018

27. Januar 2018 | 19:00

Tickets: www.tickets.per-aspera.net

Bodyscape ist eine ortsspezifische elektroakustische Komposition mit Live-Elektronik und Cello.

Der Raum der Performance, seine architektonische Resonanz und Raumeigenschaften werden miteinbezogen. Der Fokus liegt auf dem Körper als ursprüngliche Quelle von Inspiration und Ton. Grundlage sind überarbeitete Live-Aufnahmen von Performances in der Lab Gallery in San Francisco, USA und in dem Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Schweiz. Bodyscape umfasst außerdem Feldaufnahmen aus der Grenzregion zwischen Botswana und Südafrika. Von Dezember 2015 bis Januar 2016 wurde die Forschung auf der Grundlage des Textes „Die Virusepidemie in Südafrika“ des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt dann in anderen Regionen von Südafrika weitergeführt.
Der Roman wurde ursprünglich in der Kolumne einer Schweizer Zeitung veröffentlicht und beschreibt einen Virus, der weiße Körper in schwarze verwandelt. Ein Text über Privilegien und wie diese in einem bestimmten Kontext bewahrt werden.

Luca Forcucci hat das Land in Gedanken an diesen Text erkundet, und die getrennte Gesellschaft nach dem Ende der Apartheid beobachtet. Die Komposition setzt sich aus Schichten von cut-up Texten, Bildern, Video und Sound zusammen, die Roadmovie-ähnlich zu einem elektroakustischen Stück zusammenfließen. www.lucaforcucci.com

Live-Elektronik, Feldaufnahmen, Komposition, Video Luca Forcucci | Cello Ulrike Brand

HUNTER‐TOMPSON­‐MUSIK

HUNTER‐TOMPSON­‐MUSIK
von HTM Berlin Hamburg
Schauspiel-Eurythmie-Projekt nach einem Text von Judith Hermann

2. Februar 2018 | 20:00

Tickets: www.tickets.per-aspera.net

Bewegung, Szene, Dialog, Erzählung, Musikcollage, Song und Lichtdesign werden zu einem 70-minütigen Bühnenstück verwoben. Im Zentrum steht der gleichnamige Text der Berliner Autorin Judith Hermann aus dem Erzählband „Sommerhaus, später“ (1998 S. Fischer Verlag). Erzählt wird die Geschichte von HUNTER TOMPSON, Bewohner eines heruntergekommenen New Yorker Hotels, ein letztes Asyl für alte Menschen, von der Musik, die ihn inspiriert und einer unerwarteten, letzten Begegnung mit einer jungen Frau.

Ich fand die Melange von Schauspiel und Eurythmie ganz einzigartig, natürlich auch durch die fließenden Wechsel der Rollen, dies Durchmischen und Verschmelzen (…) erfreut und belebt und befriedigt…” (Premierenecho Hamburg 5.11.17 / C.G. Berlin)

Darstellerinnen Charlotte C.Frisch, Bettina Grube, Roswitha Meyer-Wahl | Regisseure Kjell-Johan Häggmark (Choreografie), Bodo Bühling (Schauspiel), | Komponistin Mela Meierhans mit der Musik-Collage*) | Kostümbildnerin Katja Nestle /onnenlinna berlin | Lichtdesign/Soundtechnik: Stephan Kraske

Die Werke von Bach, Mozart, Satie sind gespielt von Laura Gallati , Klavier (Aufn. 2017), die Werke von Meierhans sind gespielt von Felix Kroll, Akkordeon (Aufn. 2017) Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag Frankfurt am Main.

HUNTER-TOMPSON-MUSIK wird unterstützt durch GLS Treuhand, Verein oh-r42 e.V. berlin, Stiftung Evidenz CH, Förderstiftung Anthroposophie, Stiftung EDITH MARYON, Damus Donata e.V. sowie private Spender*innen *

Nosferatu mit Live-Soundscape

NOSFERATU
mit symphonischer Klanglandschaft
Sean Derrick Cooper Marquardt & The S&M Accidental Orchestra Experience Berlin
transmediale + CTM Vorspiel 2018

3. Februar 2018 | 19:00

Tickets: www.tickets.per-aspera.net

Friedrich Wilhelm Murnau schrieb 1922 mit der Uraufführung seines Werkes “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” Filmgeschichte. Mit dem Screening dieses Klassikers im ehemaligen Stummfilmkino Delphi kehrt der Film nicht nur an einen Ort zurück, der passender nicht sein könnte, sondern wird mit dem improvisierten Liveset des S&M Accidential Orchestra Experience Berlin klangvoll und experimentell untermalt. Die symphonische Klanglandschaft ergänzt um subtile Licht-Installationen ist die post-moderne Antwort auf die sonst üblichen musikalischen Begleitungen.

Das Accidental Orchestra Experience setzt sich immer wieder neu aus verschiedensten Künstlern zusammen und erschafft damit stets neue Klangwelten, Sounds und Improvisationen. Sean Derrick Cooper Marquardt und The S&M Accidental Orchestra Experience performte erstmals und spektakulär 2016 mit ausgezeichneten Musiker*innen und Künstler*innen in The Lime Wharf in London. Das Live-Album Das S & M Accidental Orchestra – Live At Lime Wharf , dieses einzigartigen musikalischen Ereignisses erschien im gleichen Jahr bei Hortus Concluses Records. Im Oktober 2017 performten Sean Derrick Cooper Marquardt und The S&M Accidental Orchestra Experience sehr erfolgreich im Kölner Filmcafé Traumathek ein improvisiertes Soundscape zum Screening des Stummfilmklassikers:
Video Erster Akt
Video Zweiter Akt

Die Premiere im Delphi-Theater präsentiert ein Film-Screening mit experimenteller sinfonischer Begleitung in neuer Besetzung und Performances.

Sean Derrick Cooper Marquardt (Accidental Gitarre) | Wilfried Hanrath (Bass, Sounds) | Jens Prümper, Stefan Zöllner (Elektronik) | Norbert Zajac , Brigitte Küpper (Gesang) | Gaby Bila-Günther (Wort-Performance)| Simone Weißenfels (Klavier) | Anja Kreysing (Klangkünstlerin, Akkordeon) | Oliver Rivera Drew (Schlagzeug, Perkussion) | Diego Ferri (Sampler, Percussions) | Fabio Campagna (organische Elektronik) | Emiliano Pietrini (Theremin) | Ulrike Brand (Violoncello) | Andréa Bryan (Video-Performance) | Aude Françoise (Video, Performance)| Lena Chen aka Femina Non Grata, Cristiana LaFenice Palias (Performance) | Marius Roth (Film- und Kameradokumentation) | Bert Loewenherz (Fotodokumentation)| Kerstin Böttcher (Presse)

Forget Winnetou!

Forget Winnetou! Going Beyond Native Stereotypes in Germany
Regie & Produktion: Red Haircrow
Dokumentarfilm (Premiere)

11. Februar 2018 | 16:00

Tickets: www.tickets.per-aspera.net

Karl Mays beliebter Pseudo-Indianer hat die tatsächliche indigene Bevölkerung jahrzehntelang falsch dargestellt und damit einer weit verbreiteten Aneignung und Ausbeutung ihrer Kulturen den Weg bereitet. Menschen indigener Herkunft sind willkommen, jedoch eigentlich nur, wenn sie die Klischees erfüllen.

Auch in Nordamerika sind sich viele Menschen indigener Herkunft nicht bewusst, dass die Stilisierung als Maskottchen in Deutschland und überall auf der Welt lediglich die Kehrseite tiefgreifender Probleme ist, die sich als systematischer Rassismus, Polizeigewalt und Ungerechtigkeit gegenüber der Minderheit darstellen.

Deutschland repräsentiert als Mikrokosmos all die Kämpfe die weltweit sowohl gegen die Dekolonisierung als auch zu ihren Gunsten stattfinden, zu Gunsten der Vormachtstellung der Weißen, die unsere Welt in Lager gespalten und dabei geholfen hat, sie zu zerstören. Stereotype wurden erfunden um den Weißen den Erhalt ihrer Macht zu sichern…und andere unter Kontrolle zu halten.

Forget Winnetou! kombiniert Live-Action-Szenen, Interviews und Newsclips mit kurzen animierten Sequenzen. https://forgetwinnetou.com/

> Trailer

> Kommentar von Red Haircrow in Süddeutsche Zeitung.

> Interview mit Red Haircrow in der Freitag

Dauer 70-90 Minuten | Sprache English, German | Untertitel German, English
Drehorte Germany; Oklahoma, USA; Tennessee, USA; Pennsylvania, USA

Regisseur & Produzent Red Haircrow | Schnitt Red Haircrow | Musik Johnny Clyde | Standfotografie Jen Osborne, Bernd Sauer-Diete, Viveka Frost, Red Haircrow | Animation & Grafik Red Haircrow, Natasha John, Johnny Clyde | Video-Grafik Red Haircrow, Timo Kiesel, Viveka Frost, Mark D. Williams | Technik Haven Smith, Johnny Clyde

Danke für die Unterstützung

DANKE FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG!

Das Theater im Delphi ist gerettet. Mit den rund 33.000 Euro aus der Startnext-Kampagne, den Erlösen aus unserem überwältigenden Eröffnungswochenende und der Unterstützung durch den Berliner Senat ist der Spielbetrieb für 2018 gesichert. Aufrichtiger Dank an alle Unterstützer*innen aus unserer Fangemeinde, der Nachbarschaft und Politik, aus Berlin und darüber hinaus! Ihr habt uns mit Eurem Zuspruch und Eurer Großzügigkeit durch die turbulenten letzten Wochen und Monate geholfen. Wir wünschen allen ein FROHES NEUES JAHR.